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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

Termine

Zur Zeit keine Termine

Den Bock zum Gärtner machen?

Aus dem Artikel "BdP nominiert neun Finalisten für 'Pressestelle des Jahres' 2017" erfuhren wir, dass in der Kategorie „Politik/Verwaltung“ das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie für die Auszeichnung „Pressestelle des Jahres 2017“ des Bundesverbandes deutscher Pressesprecher (BdP) nomiert worden ist. Auf Grund der restriktiven Informationspolitik der Pressestelle des HZB hat sich das Bündnis mit einem Leserbrief an den Bundesverbandes deutscher Pressesprecher gewandt.

Geplantes Atommülllager Schacht Konrad: Veraltet und voller Probleme – Bundesregierung antwortet

 

Wie die maroden Atommülllager in Morsleben und der ASSE soll auch im Schacht Konrad ein bereits kommerziell ausgebeutetes Bergwerk für die dauerhafte Lagerung leicht- und mittelradioaktiver Abfälle umgebaut werden. Dabei kommt es seit Jahren zu erheblichen Verzögerungen, deutlichen Kostensteigerungen und zu immer neuen Problemen. Der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (Fraktion DIE LINKE) hat deshalb die Bundesregierung über die derzeitigen Probleme bei der Überprüfung des Standes von Wissenschaft und Technik sowie zur Sanierung der Schächte befragt. Die Antworten liegen nun vor (http://www.hubertus-zdebel.de/geplantes-atommuelllager-schacht-konrad-veraltet-und-voller-probleme-bundesregierung-antwortet/).

Das bedeutet für die Landessammelstelle Berlin (ZRA), dass der dort gelagerte radioaktive Abfall noch sehr lange dort bleiben muss und dass der neue Atommüll des BER II ebenfalls nicht so zügig wie geplant abtransportiert werden kann.

 

 

Es bleibt noch einiges zu tun!

 

Am 24. Juni 2017 hat sich der Standort Wannsee des Helmholtz Zentrums Berlin wieder an der Langen Nacht der Wissenschaften beteiligt und dabei nicht nur Labore und Landessammelstelle präsentiert, sondern auch Aussagen über die Stilllegung und den Rückbau des Reaktors gemacht.
Der bisher dazu fehlende formelle Antrag an die Atomaufsicht wurde am 24.04.2017 gestellt (http://www.bfe.bund.de/SharedDocs/Downloads/BfE/DE/berichte/kt/kernanlagen-betrieb.pdf), die zur Begutachtung erforderlichen detaillierten Unterlagen werden aber erst nach und nach erarbeitet und nachgereicht. Der Reaktor soll am Abend des 20. Dezember 2019 abgeschaltet werden. Stephan Welzel, der den Reaktor betreut, ist auch für das Stilllegungs- und Rückbaukonzept zuständig. Von mehreren möglichen Varianten wird vom HZB das Konzept „Rückbau zur grünen Wiese“ favorisiert, weil einerseits die noch vorhandene Reaktormannschaft abschnittweise kaum oder wenig verstrahlte Teile abbauen könne und andererseits jetzt das Fachwissen um Details des Bauwerks noch vorhanden sei.

Aktualisierung unserer Wissenssammlung (FAQ)

Wir haben unsere Wissenssammlung (FAQ) überarbeitet und aktualisiert.

(Letzte Aktualisierung am: 28.08.2017, Version: 3.19)

Die wichtigsten Gründe für die endgültige Abschaltung des BER II

  1. Fehlender Schutz vor Flugzeugabstürzen
  2. Fehlender Schutz vor terroristischen Angriffen sowie fehlende politische Risikobewertung
  3. Materialermüdungserscheinungen am Reaktor
  4. Unterschätzung der ra­diologischen Auswirkungen im "worst case" Szenario
  5. Planungsgebiete für den Notfallschutz sind zu klein.
  6. Deutschland ist nur unzureichend auf einen atomaren Super-GAU vorbereitet.

Eine sofortige Stilllegung ist rechtssicher möglich.

Würde man die immens gewachsene Risikowahrscheinlichkeit von Terroranschlägen auf nukleare Anlagen politisch richtig bewerten, könnte man nach Atomgesetz §17 Abs. (5) einen Widerruf von Amtes wegen erreichen. Näheres S. 19 der Wissenssammlung.

INES 6 jetzt bestätigt!

Beim BER II müsste man in Berlin und Potsdam bei einer trockenen Kernschmelze mit ca. 1/100 der aus allen defekten Fukushima-Reaktoren freigesetzten Aktivität rechnen. Im Fall einer massiven Freisetzung ist mit einem schweren Unfall zu rechnen, und dieser erreicht Stufe 6 der 7stufigen internationalen Bewertungsskala. Näheres S. 50 der Wissenssammlung.

Antrag auf Stilllegung – bisher Fehlanzeige!

In der Bekanntmachung vom 16. 3. 2017 des Senats, dass die Sachverständigenleistungen im Zusammenhang mit der Stilllegung und dem Rückbau des Reaktors an den TÜV Nord vergeben wurden, ist ausdrücklich dargestellt, dass es keinen Antrag auf Stilllegung des Reaktors gibt und nur eine entsprechende Absichtserklärung der Betreiberin vorliegt. Näheres S. 30 der Wissenssammlung.

Schutzzonen im Graubereich

Die Strahlenschutzkommission hat beim Überprüfen des Regelwerkes fest­gestellt, dass die radiologischen Schutzziele im Notfallschutz innerhalb des Gesetzes- und Regelwerkes konkretisiert und vereinheitlicht werden müs­sen. Das wurde bisher versäumt. Es werden zwar umfangreiche wetterbedingte Ausbreitungen modelliert. Doch es fehlen Regeln, um aus diesen die notwendigen Schutzzonen abzuleiten. Es fehlt zudem eine Festlegung, dass Modellberechnungen mit unter­schiedlichen Freisetzungshöhen zu vergleichen sind. Näheres S. 53 der Wissenssammlung.

Schutzmaßnahme: Verbleiben im Haus

In der nahen Umgebung des Forschungsreaktors gibt es zwangsbelüftete Häuser. Im Fall eines Austretens einer radioaktiven Wolke wird ein Verbleib im Haus empfohlen. Ein Dilemma. Näheres S. 54 der Wissenssammlung.

Katastrophenschutzplan missacht Empfehlungen der SSK

Das Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam kritisiert, dass bei der Überarbeitung des Katastrophenschutzplans 2016 Empfehlungen der SSK aus 2015 missachtet worden sind. Weiterhin sind die Regelungen zur Einnahme der Jodtabletten für Kinder und Jugendliche unzureichend. Näheres S. 60-63 der Wissenssammlung.

 

Das geplante Aus des BER II darf kein Freibrief sein!

Unter dem Thema "Das geplante Aus des BER II darf kein Freibrief sein!" stellte das Bündnis aktuelle Probleme mit dem BER II auf der Jahrestagung der Landesmitgliederversammlung der GRÜNEN LIGA Brandenburg e.V. dar.

Vortragsfolien