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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

Wir haben unsere Wissenssammlung (FAQ) überarbeitet und aktualisiert.

(Letzte Aktualisierung am: 11.05.2017, Version: 3.18)

Die wichtigsten Gründe für die endgültige Abschaltung des BER II

  1. Fehlender Schutz vor Flugzeugabstürzen
  2. Fehlender Schutz vor terroristischen Angriffen sowie fehlende politische Risikobewertung
  3. Materialermüdungserscheinungen am Reaktor
  4. Unterschätzung der ra­diologischen Auswirkungen im "worst case" Szenario
  5. Planungsgebiete für den Notfallschutz sind zu klein.
  6. Deutschland ist nur unzureichend auf einen atomaren Super-GAU vorbereitet.

Eine sofortige Stilllegung ist rechtssicher möglich.

Würde man die immens gewachsene Risikowahrscheinlichkeit von Terroranschlägen auf nukleare Anlagen politisch richtig bewerten, könnte man nach Atomgesetz §17 Abs. (5) einen Widerruf von Amtes wegen erreichen. Näheres S. 19 der Wissenssammlung.

INES 6 jetzt bestätigt!

Beim BER II müsste man in Berlin und Potsdam bei einer trockenen Kernschmelze mit ca. 1/100 der aus allen defekten Fukushima-Reaktoren freigesetzten Aktivität rechnen. Im Fall einer massiven Freisetzung ist mit einem schweren Unfall zu rechnen, und dieser erreicht Stufe 6 der 7stufigen internationalen Bewertungsskala. Näheres S. 50 der Wissenssammlung.

Antrag auf Stilllegung – bisher Fehlanzeige!

In der Bekanntmachung vom 16. 3. 2017 des Senats, dass die Sachverständigenleistungen im Zusammenhang mit der Stilllegung und dem Rückbau des Reaktors an den TÜV Nord vergeben wurden, ist ausdrücklich dargestellt, dass es keinen Antrag auf Stilllegung des Reaktors gibt und nur eine entsprechende Absichtserklärung der Betreiberin vorliegt. Näheres S. 30 der Wissenssammlung.

Schutzzonen im Graubereich

Die Strahlenschutzkommission hat beim Überprüfen des Regelwerkes fest­gestellt, dass die radiologischen Schutzziele im Notfallschutz innerhalb des Gesetzes- und Regelwerkes konkretisiert und vereinheitlicht werden müs­sen. Das wurde bisher versäumt. Es werden zwar umfangreiche wetterbedingte Ausbreitungen modelliert. Doch es fehlen Regeln, um aus diesen die notwendigen Schutzzonen abzuleiten. Es fehlt zudem eine Festlegung, dass Modellberechnungen mit unter­schiedlichen Freisetzungshöhen zu vergleichen sind. Näheres S. 53 der Wissenssammlung.

Schutzmaßnahme: Verbleiben im Haus

In der nahen Umgebung des Forschungsreaktors gibt es zwangsbelüftete Häuser. Im Fall eines Austretens einer radioaktiven Wolke wird ein Verbleib im Haus empfohlen. Ein Dilemma. Näheres S. 54 der Wissenssammlung.

Katastrophenschutzplan missacht Empfehlungen der SSK

Das Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam kritisiert, dass bei der Überarbeitung des Katastrophenschutzplans 2016 Empfehlungen der SSK aus 2015 missachtet worden sind. Weiterhin sind die Regelungen zur Einnahme der Jodtabletten für Kinder und Jugendliche unzureichend. Näheres S. 60-63 der Wissenssammlung.