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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

Termine

Zur Zeit keine Termine

Ein großer Schritt nach vorne!

Bei der Beantwortung der schriftlichen Anfrage von Pia Imhof-Speckmann (Linksfraktion der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf) vom 03.03.2022 (Schr. A. 039/V), schien es so, als ob die Politik bezüglich des BER I noch im Dornröschenschlaf weilte. Immerhin hatte man sich erst aus Anlass dieser Anfrage an den BVV-Beschluss vom 25. August 2021 erinnert und sich bei der zuständigen Senatsverwaltung Erkundigungen eingeholt. Unsere Einschätzung vom 08.04.2022 war dann ernüchternd:

"Es scheint, die Politik drückt sich vor Entscheidungen - eigentlich nichts Neues für den Untoten BER I. Und so geht die Verzögerung der politischen Entscheidungsfindung in eine neue Runde."

Doch fast gleichzeitig wurde die Ausschreibung A1060_202: „Konzepterstellung für die Demontage und Entsorgung des BER I, inkl. Analyse des Ist-Zustandes und der vorhandenen Planung, sowie Ermittlung der erforderlichen Maßnahmen am Gebäude und an Systemen.“ veröffentlicht. Auch die Rückbaukosten sollen ermittelt werden. Auftraggeber ist das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie. Anfang Mai hatten sich auf diese Ausschreibung schon 34 Interessenten gemeldet.

Kämpfen lohnt sich! Deswegen feiern wir den Atomausstieg 2022!

SAVE the Date - Wir bleiben in Bewegung!

Schreibt Euch folgenden Termin unbedingt in den Kalender: Super Demo-Fahrradtour am 18.6.22, 13 Uhr, Start: von der Friedensglocke im Volkspark F'hain zum Tiergarten (Berlin). Hier verbinden wir Anti-Atom-Kämpfe der letzten Jahrzehnte mit aktuellen energiepolitischen Kämpfen und einem geselligem Abschluß im Grünen.
 
 
 
 
640px Atomkraftwerk Brunsbüttel Atomkraft einpacken 19

Ein Blick zurück von Huhu Uet: Die Demo ist in vollen Gange - Atomkraftwerk Brunsbüttel (25 April 2011)
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Atomkraftwerk_Brunsb%C3%BCttel_-_Atomkraft_einpacken_19.jpg

 
 
 

"Brauchen wir Atomenergie, um den Klimawandel zu stoppen?"

Gefunden in unserer Mailbox:

Hallo Leute,

kennt ihr den Pro-Atom-Film bei den Youtube-Erklärfilmen von "Kurzgesagt"?

Darin wird auf verkürzte Weise Atomkraft als notwendiger Baustein zur Klimarettung dargestellt. "Kurzgesagt" hat den Film wegen heftiger Kritik schon etwas nachgebessert.

Wir finden den Film weiterhin sehr einseitig. Seine Bilder haben uns zu einem Film mit Argumenten gegen Atomkraft inspiriert. Atomkraft ist nicht CO2-neutral, ein Spiel mit dem Feuer, führt zu weiterem Atommüll, der hunderttausende von Jahren hochgefährlich bleiben wird und verbaut uns den Weg zu einem echten Energiewandel. Sonne, Wind, dezentrale und demokratische Energieerzeugung bieten einen echten Ausweg, statt weiter auf diese gefährliche Großtechnik zu setzen. Schaut euch das Video mal an und verlinkt, twittert, verteilt den Link https://www.youtube.com/watch?v=cXxk1VemGIs auf social-media-kanälen, empfehlt es gern weiter!

Euer Besser-Kurzgesagt-Kollektiv

 

BER I – strahlende Zukunft für uns alle?

Der Bezirksstadtrat Urban Aykal hat am 07.04.2022 auf die schriftliche Anfrage von Pia Imhof-Speckmann (Linksfraktion der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf) vom 03.03.2022 (Schr. A. 039/V) zum BER I geantwortet. Daraus der wesentlichste Abschnitt:

Die Staatssekretärin (Anm. d. Red. für Umwelt- und Klimaschutz, Frau Dr. Karcher) teilte mit, dass ein Rückbau der Reaktorreste des BER I zusammen mit der Stilllegung und dem Rückbau des BER II derzeit vom HZB nicht vorgesehen ist. Das HZB wird zu 90% vom Bund und zu 10% vom Land Berlin finanziert. Bereits im Jahr 2018 ist in den betroffenen Ressorts der Wissenschafts-, Finanz-, und Umweltverwaltung des Landes Berlin Einigkeit darüber erzielt worden, dass eine Verknüpfung des Rückbaus von BER II und BER I in jedem Fall die effizientere und auch aus Sicht des Strahlenschutzes sinnvollere Lösung darstellt. Diese gemeinsame Auffassung wurde im selben Jahr auch im Aufsichtsrat des HZB sowie in einem Schreiben gegenüber dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) kommuniziert. Eine abschließende Positionierung des zuständigen BMBF hierzu erfolgte nach Kenntnis der Senatsverwaltung bislang noch nicht.

Es scheint, die Politik drückt sich vor Entscheidungen - eigentlich nichts Neues für den Untoten BER I.
Und so geht die Verzögerung der politischen Entscheidungsfindung in eine neue Runde.

 

 

IPPNW Veranstaltungsreihe zum Thema "Atomwaffenverbotsvertrag umsetzen!"

Aus einem Newletter der IPPNW:

Am 22. Januar 2021 ist der Atomwaffenverbotsvertrag der UN in Kraft getreten. Seitdem ist in über 50 Staaten die Herstellung, Stationierung und der Einsatz von Atomwaffen verboten. Die IPPNW will in dieser Veranstaltungsreihe auch vor dem Hintergrund der aktuellen Drohungen mit Atomwaffen im Ukrainekrieg auf die Geschichte des Vertrages und der nuklearen Auf- und Abrüstung zurücksehen sowie Grundlagenwissen über Atomwaffen vermitteln. Außerdem wollen wir uns darüber austauschen, wie wir die Bundesrepublik zur Unterzeichnung und Umsetzung des Atomwaffenverbotsvertrages bringen und eine Welt frei von Atomwaffen erreichen können.

ARTE: Atomkraft, die grüne Zukunft?

ARTE: Atomkraft, die grüne Zukunft? - Video verfügbar nur bis 28.04.2022

Aufgrund ihrer geringen CO2-Emissionen steht Kernkraft seit neuestem im Ruf, eine klimafreundliche, "grüne" Energiequelle zu sein. Doch sie bringt auch unzählige Risiken mit sich, die die Atomlobby verschweigt: die Ableitung radioaktiver Stoffe in die Umwelt, den kostspieligen, umweltbelastenden KKW-Rückbau und den Atommüll, der über Hunderttausende von Jahren gefährlich bleibt.

Link zur Mediathek: 
https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL2FydGUudHYvdmlkZW9zLzA5ODgxOC0wMDAtQQ

Hintergrundinformationen über die Atomanlagen in der Ukraine, vom Uranabbau bis zur Endlagerung.

Aus dem Atommüllreport Newsletter 03/2022 vom 30.03.2022

Aufgrund der Einbeziehung von Atomanlagen in die kriegerischen Handlungen in der Ukraine mehren sich die Befürchtungen über mögliche nukleare Folgen des Krieges. Aus aktuellem Anlass gibt ein neuer Länderbericht Hintergrundinformationen über die Atomanlagen in der Ukraine, vom Uranabbau bis zur Endlagerung. Der Zustand der Anlagen ist schon ohne Bombenangriffe meist besorgniserregend. Soweit zugänglich, fasst der Bericht Informationen über die aktuellen Entwicklungen seit dem Angriff am 24.2.2022 zusammen.

Link "Länderbericht Hintergrundinformationen über die Atomanlagen in der Ukraine"
https://www.atommuellreport.de/themen/detail/atommuellreport-laenderbericht-ukraine.html

Deutschlands langfristige Rolle in der nuklearen Teilhabe?

Gelesen bei ICAN Deutschland: https://www.icanw.de/termine/tornado-nachfolge/

Zoom-Konferenz zur Tornado-Nachfolge
Beginn: 30.03.2022 19:00 Uhr, Ende: 30.03.2022 21:00 Uhr

Deutschlands langfristige Rolle in der nuklearen Teilhabe?

Die vor 40 Jahren eingeführten MRCA-Tornados sollen ersetzt werden – zunächst waren F-18-Flugzeuge vorgesehen. Nun hat die Bundesregierung die Entscheidung bekanntgegeben F-35 Kampfjets zu beschaffen. Dieses Modernisierungsprojekt ist hoch umstritten: Denn die Anschaffung dieser Kampfjets ist eine Milliardeninvestition und hat auch Auswirkungen auf die Rolle Deutschlands in der Nuklearen Teilhabe der NATO. Die neuen Kampfflugzeuge könnten künftig auch als Trägerflugzeuge für US-Atomwaffen dienen. Vor dem Hintergrund des erklärten Ziels der nuklearen Abrüstung und eines Deutschlands frei von Atomwaffen im Koalitionsvertrag scheint das Festhalten an der Nuklearen Teilhabe Deutschlands widersprüchlich. Doch erhöht Deutschlands Rolle in der Nuklearen Teilhabe wirklich unsere Sicherheit oder ist sie stattdessen ein Sicherheitsrisiko? Im Rahmen eines Online-Expert*innenpanels möchte ICAN die Nuklearen Teilhabe Deutschlands kritisch beleuchten und auch die Implikationen der Anschaffung neuer Kampfflugzeuge herausarbeiten.

Im Anschluss an das Panel wird es ein kurzes Q&A geben.

Wer teilnehmen möchte, melde sich bitte vorher über https://www.icanw.de/termine/tornado-nachfolge/ an. Der Zoom-Link wird vor der Veranstaltung versendet.

Am 25. März ist Klimastreik – für eine echte Energiewende ohne Fossile und Atom

Aus dem Newsletter von .ausgestrahlt vom 15.03.2022:

Liebe Freund*in,

zur Zeit erreichen uns jeden Tag schlimme Nachrichten und erschütternde Bilder. Viele Menschen leben in ständiger Angst und Sorge um Sicherheit und Gesundheit, um ihr Leben und das von anderen.

Eine der größten globalen Herausforderungen – und Grund zu großer Sorge für uns alle – wird in diesen Tagen aber kaum noch thematisiert: der Klimawandel. Entgegen den vollmundigen Versprechungen der Ampel-Koalition vor der Wahl befinden wir uns hierzulande energiepolitisch in einem schockierenden Rollback. Anstatt jetzt massiv in erneuerbare Energien zu investieren, riskante Rohstoff-Abhängigkeiten zu beenden und Deutschland endlich fit zu machen für eine Zukunft ohne Atom und fossile Energien, rufen manche schon wieder nach Laufzeitverlängerungen von AKW und die EU will Atomkraft und fossiles Gas als „nachhaltig“ deklarieren. Das ist kein Weg, der uns aus der Klima-Katastrophe, aus dem Atom-Risiko und aus der fossil-atomaren Abhängigkeit herausführt. Sondern geradewegs mitten hinein.

Deshalb unterstützt .ausgestrahlt den Aufruf der „Fridays for Future“ für einen landesweiten Klimastreik am Freitag, den 25. März.

Atomkraft rettet NICHT unser Klima!

"Atomkraft rettet NICHT unser Klima!" so lautete das Thema der diesjährigen Demo zum Gedenken an das Geschehen in Fukushima vor 11 Jahren.

Doch die aktuellen Ereignisse um das Kernkraftwerk Saporischschja drängten sich noch vor das Thema "Klima" in den Reden.

Zum Nachlesen "Informationen zur kerntechnischen Sicherheit in der Ukraine" (mit laufenden Updates) von der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH. Sie informierte, dass einen Tag vor der Demo, das größte AKW Europas Saporischschja angegriffen worden war:

Ab etwa 23:30 (3.3.) bis 0:30 (4.3.) MEZ waren auf einem Live-Stream einer Überwachungskamera des KKW Saporischschja (auf dessen offiziellem YouTube-Kanal) in dem Bereich vor dem Verwaltungsgebäude der Anlage Militärfahrzeuge sowie Rauchentwicklung zu erkennen. Etwa zur selben Zeit veröffentlichte der Betreiber auf der Facebook-Seite des Kraftwerks Informationen über einen gegenwärtigen Angriff russischer Militärkräfte und warnte vor dem Beschuss der Anlage. Im Verlauf des Streams wurden kurzzeitig gegen 1:00 Uhr nach einem Schwenk der Kamera auch die in nördlicher Richtung angrenzenden Reaktorgebäude sichtbar.
....
Am 04.03. um 15:30 Uhr OZ informierte die Aufsichtsbehörde SNRIU in einem Facebook-Post darüber, dass auf dem Gebiet des Trockenlagers für abgebrannte Brennelemente zwei Artilleriegeschosse gefunden wurden.

weiter unter https://www.grs.de/de/aktuelles/informationen-zur-kerntechnischen-sicherheit-ukraine

Es ist der erste Krieg, in dem ein Kernkraftwerk angegriffen worden ist!
Ein weiterer Grund, um so schnell wie möglich in Deutschland, in Europa und in der Welt aus der Atomkraft auszusteigen. 

SW

2022 Fukushima Demo klein

Alle Mittel auszuschöpfen, um eine Eskalation in einen Atomkrieg zu verhindern!

04.03.2022 IPPNW-Appell zum Ukrainekrieg

Die Waffen nieder! Deeskalation jetzt!

Der Angriffskrieg von Wladimir Putin und die Invasion russischer Truppen stellen eine eklatante Verletzung des Völkerrechts dar. Wir begrüßen die Resolution der UN-Vollversammlung vom 2. März 2022, die den russischen Einmarsch auf das Schärfste verurteilt und Putin zum Ende seiner Aggression aufgefordert hat.

(vollen Text des Appells über obigem Link)

Wir müssen den Frieden selbst in die Hand nehmen. Am Ende wird nur Diplomatie, kontrollierte Abrüstung und gemeinsame Sicherheit der richtige Weg sein.

Die IPPNW fordert von der Bundesregierung:

  • sich für einen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine einzusetzen
  • alle Mittel auszuschöpfen, um eine Eskalation in einen Atomkrieg zu verhindern
  • weiterhin für Gespräche offen zu bleiben und sich für den Einsatz von Mediator*innen stark zu machen
  • die diplomatischen Möglichkeiten im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zu nutzen
  • sich in der NATO für ein Aufnahmemoratorium für die Ukraine im Gegenzug zum vollständigen Rückzug der russischen Truppen einzusetzen
  • sich für eine Konferenz über die künftige Sicherheitsarchitektur Europas stark zu machen
  • auf eskalierende Reaktionen und eine demütigende Rhetorik zu verzichten
  • sich für die Aufrechterhaltung des zivilgesellschaftlichen und kulturellen Austausches mit Russland einzusetzen
  • Kriegsdienstverweiger*innen aus Russland, der Ukraine und Belarus einen Aufenthaltsstatus zu gewähren
  • das 100 Mrd. Euro-Aufrüstungsprogramm für die Bundeswehr zurückzunehmen und das Geld stattdessen für eine beschleunigte Energiewende und eine sozial-ökologische Transformation zu verwenden.

 

Appell online unterzeichnen unter:
https://www.ippnw.de/aktiv-werden/kampagnen/appell-die-waffen-nieder/appell-online-unterzeichnen.html