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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

Stilllegung

Uns erreichte eine Zuschauerkritik zur NDR Doku „Wie entsorgen wir verstrahlte Atommeiler? Das Jahrhundert-Projekt“.
Vielen Dank für die Erlaubnis, diese auf unserer Webseite zu veröffentlichen:

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45 Min – Doku NDR TV „Wie entsorgen wir verstrahlte Atommeiler? Das Jahrhundert-Projekt“ 05. Dezember 2022, 22:00, Autor & Regie: Tim Boehme , Produktionsleiter/in Tim CarlbergRedaktion Gabriele Bauer, Redaktionsleiter/in Kathrin Becker

Mein Kommentar:
Tim Boehme suggeriert subtextartig eine vertrauenswürdige Handhabung der AKW-Rückbau-Vorhaben und der AKW-Müll Endlagerung am Bsp. Frankreich. Dies steht in keinem Verhältnis zur Realität. So weit ich informiert bin, gibt es Kontaminationen, die auch in verdünnter Form zu Krebsprozessen bei Menschen führt. Nicht zuletzt das aktuelle BUND „Niedrigstrahlen-Gutachten“ weist auf Gefahren hin. In der Doku wird das gerade auch von einem strahlensachkundigen Funktionär des Fachverbands für Strahlenschutz e.V. Herrn Dr. Jörn Feinhals verharmlost.

Pressemitteilung des BUND vom 08.02.2022:

„Das Entsorgungskonzept für den Atommüll aus dem AKW Biblis ist gescheitert. Wenn aus guten Gründen niemand den Atommüll haben will, dann muss er auf dem Gelände des Atomkraftwerks in Biblis bleiben, und zwar möglichst sicher verpackt.“

Der Landesverband Hessen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) sieht das hessische Entsorgungskonzept für Atommüll aus Biblis als gescheitert an.

„Wir erwarten heftigen Widerstand der Betreiber von Müllentsorgungsanlagen gegen die beabsichtigte Verteilung von Atommüll auf Mülldeponien und Müllverbrennungsanlagen“, sagt Dr. Werner Neumann, Atomexperte im BUND-Landesvorstand, und verweist auf das gesetzliche Gebot des Strahlenschutzes zur Minimierung der radioaktiven Belastung. Sollte das Land Hessen dennoch einen Betreiber zur Müllannahme verpflichten, verlangt der BUND Hessen eine genaue Prüfung, ob die Annahmen des zugrunde liegenden 10 Mikrosievert-Konzepts erfüllt sind.

Vor einem Jahr stellte der Hessische Landtag mit Stimmen von CDU und Bündnis 90 / Die GRÜNEN, fest, dass die beim Abbau des AKW Biblis „entstehenden, freigemessenen und daher ungefährlichen Stoffe entsprechend den gesetzlichen Anforderungen auf hessischen Deponien ordnungsgemäß zu entsorgen“, sind, „weil es in Hessen entsprechende und geeignete Deponien gibt:“

Am 13. Januar 2022 teilte die Hessische Umweltministerin, Priska Hinz, auf Anfrage der SPD-Fraktion im Landtag mit, dass der zuständige Landkreis Bergstraße 200 Deponiebetreiber angefragt hätte, jedoch keiner bereit war, den „freigemessenen“ Atommüll anzunehmen.
...
Ob das Verfahren der Freigabe überhaupt rechtmäßig ist, ist Kernpunkt der seit August 2017 anhängigen Klage des BUND vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof, über die voraussichtlich in diesem Jahr entschieden werden wird.

Lesen Sie die gesamte Pressemitteilung unter:
https://www.bund-hessen.de/pm/news/entsorgungskonzept-fuer-atommuell-aus-biblis-gescheitert/

Da das Interesse am BER I offensichtlich gestiegen ist, wird die BI bis zur Wahl 09/2021 relevante Dokumente / Medienberichte auf dem Weg zu einer Entscheidungsfindung tabellarisch dokumentieren.

01.03.02
KIT „Halbjahresbericht über den Stand der BMBF-Stilllegungsprojekte und der vom BMBF geförderten FuE-Arbeiten zu ‚Stilllegung/Rückbau kerntechnischer Anlagen‘“
01. Juli - 31. Dezember 2001 Seite 26  zu „Außerbetriebnahme des Forschungsreaktors BER I“
https://www.ptka.kit.edu/ptka-alt/downloads/ptka-wte-e/PTE-S_FB03.pdf

22.04.21
Schriftliche Anfrage (Drucksache 18 / 27 411) des Abgeordneten Daniel Buchholz (SPD) „Forschungsreaktor BER I in Berlin-Wannsee: Wie lange soll der 50 Jahre alte Atommüll in Berlin noch strahlen“
https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-27411.pdf

Frau Petra Nicolaisen ist Bundestagsabgeordnete im WK 1 Flensburg-Schleswig und hat sich am 28.10.2020 einen offenen Brief als CDU-Politikerin an einen Grünen Minister bezüglich der Deponierung von sogenannten freigemessenen Bauabfällen aus kerntechnischen Anlagen in der Regionsgemeinde Harrislee gewandt.

Erstaulich dabei ist, dass sie die finanzielle und wirtschaftliche Rechtfertigung für die Vorgehensweise laut  Kreislaufwirtschaftsgesetz anzweifelt und nicht nachzuvollziehen kann.

Sie schreibt weiterhin:

Die INWORKS und die KIKK- Studie zeigen, dass es klar nachweisbare gesundheitliche Risiken im Niedrigdosisbereich gibt. Da es keine Schwelle der Unschädlichkeit gibt, bedeutet dies, dass eine gewisse Zahl von Erkrankungen und Todesfällen verursacht wird. Ein Konzept aber, das darauf aufbaut, eine bestimmte Zahl von Erkrankungen und Todesfälle hinzunehmen, kann nicht akzeptiert werden.
...
Wir stehen heute vor den Konsequenzen der Atomnutzung und müssen deshalb Orte finden, wo die Abfälle gelagert werden können. Ich sehe aber nicht ein, dass diese Abfälle nicht bei den Kernkraftwerken selbst oder in entsprechenden Bunkern gelagert werden.

Es lohnt sich den vollständigen Brief zu lesen unter: https://petra-nicolaisen.de/archive/5862

Samstag, 29. Februar 2020, 11:00 - 17:00
16. Atommüllkonferenz
 
 
Vieles wird dort vorbereitet und besprochen und steht dann nicht als Dokument zur Verfügung.
Es lohnt sich, zu den verschiedenen AG's zu gehen.
Eine Auswertung für unsere Netzwerke ist dann möglich.
 
Vorhanden ist vom letzten Mal:
zu den anstehenden Castor-Transporten.
Stand der Erkenntnis über Niederdosiseffekte beim Menschen
 
Diese Mal ist Thema:
Fachdisskussionen
Die Auseinandersetzung um die Olympischen Spiele 2020 in Japan
Keine neue Atomreaktoren, auch nicht mit Thorium!
Arbeitsgruppen
AG 1: Abschaltung – Stilllegung – Rückbau: Umgang mit schwach- und mittelradioaktiven Abfälle
AG 2: Gesellschaftliche Auseinandersetzung um Atommüll: Begleitprozesse
AG 3: Freimessen / Strahlenschutz
AG 4: Neue CASTOR-Transporte aus den WAA
AG 5: Neue Atomreaktoren und die Renaissance der Atomenergie
 
 
Volkshochschule Göttingen
Bahnhofsallee 7
37081 Göttingen