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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

Der Reaktorleiter Stephan Welzel hatte am 26.06.2019 bei der FU-Veranstaltung "Der Forschungsreaktor in Wannsee: das Dialogverfahren zum Rückbau" im Rahmen der FU
Veranstaltungsreihe "Der Atomkonflikt in Deutschland – bis in alle Ewigkeit?" den Abschalttermin auf Mittwoch 11.12.2019 vorverlegt.

Also noch 21 Wochen bis zur Abschaltung. Grund genug, an dieser Stelle einen Countdown zu veröffentlichen. Countdown3

  • Die Entscheidung für einen Forschungsreaktor in Berlin traf Atomminister Strauß, der sich damals auch intensiv dafür einsetzte, die Bundeswehr mit Atomwaffen auszurüsten. (1) (2)
  • Der erste Reaktor (BER I) stammte von "Atomics International", Unternehmenszweig des Rüstungskonzerns "North America Aviation" (3)
  • Ein wichtiger "Standortvorteil" war die unmittelbare Zonengrenze im Wassereinzugsgebiet von Potsdam, dessen Stadtverwaltung man nicht unterrichtete (4)
  • Der Forschungsstandort erhielt 1959 den Namen "Hahn-Meitner-Institut für Kernforschung"
  • Der erste Reaktor war mit seiner "radioaktiven Suppe" ein Alptraum für die Ingenieure (5)
  • 1972 musste er wegen irreparabler Schäden abgestellt werden und liegt nun als radioaktiver Abfall mit ungeklärten Zuständigkeiten und Zukunftsperspektiven auf dem Wannseegelände unter einem roten Gebäude "vergraben" (6)

Literatur:

  1. „Großforschung in Berlin“, Burghard Weiß, (Habilitationsschrift) S. 103

  2. https://www.welt.de/geschichte/article180216424/Schon-Konrad-Adenauer-wollte-Atomwaffen-fuer-die-Bundeswehr.html

  3. „Großforschung in Berlin“, Burghard Weiß, S. 92

  4. „Großforschung in Berlin“, Burghard Weiß, S. 105

  5. „Großforschung in Berlin“, Burghard Weiß, S. 104

  6. https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Experimentier-Reaktor#cite_note-7

Bilder:

  1. „Großforschung in Berlin“, Burghard Weiß, S. 91

  2. HMI (aus: „Chronik des Hahn-Meitner-Instituts in Berlin“, Sven Tode S.16

  3. privat