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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

Termine

Zur Zeit keine Termine

Petition: Kein Atomkrieg in der Ukraine

Die IPPNW unterstützt folgende internationale Avaaz-Petition vom 26.02.2022:

https://secure.avaaz.org/community_petitions/en/nato_and_the_russian_federation_no_nuclear_war_over_ukraine/

Die Petition ist in Englisch verfasst. Aus diesem Grund hier anbei eine Übersetzung:

Der Krieg in der Ukraine verursacht Tod, Zerstörung, Chaos und eine Welle verzweifelter Flüchtlinge. Die Gefahr ist umso größer, als die 15 ukrainischen Atomreaktoren in einem Kriegsgebiet sicher arbeiten müssen. Eine Kernschmelze in einem dieser Reaktoren könnte zu einer katastrophalen Strahlungsfreisetzung führen.

Noch besorgniserregender ist das nukleare Säbelrasseln auf beiden Seiten, das eine Eskalation der Kämpfe bis hin zum Einsatz von Atomwaffen befürchten lässt. Am Donnerstag warnte der russische Präsident jeden, "der sich uns in den Weg stellt... er muss wissen, dass Russland sofort reagieren wird, und die Konsequenzen werden so sein, wie Sie sie in Ihrer gesamten Geschichte noch nie gesehen haben."

Daraufhin antwortete der französische Außenminister Le Drian: "Putin sollte verstehen, dass die NATO auch über Atomwaffen verfügt".

Eine einzige Atomwaffe, die über einer der europäischen Großstädte detoniert, würde Hunderttausende von Menschen töten. Ein Nuklearkrieg zwischen der NATO und Russland würde Dutzende Millionen Menschen töten und könnte eine Klimastörung auslösen, die eine weltweite Hungersnot zur Folge hätte.

Dieser Wahnsinn muss aufhören.

Wir Weltbürger*innen fordern die NATO und die Russische Föderation auf, auf den Einsatz von Atomwaffen in diesem Konflikt zu verzichten, und wir fordern einen sofortigen Waffenstillstand und den Rückzug aller russischen Streitkräfte.

Atomkriegsgefahr: Deeskalation jetzt!

Aus der IPPNW Pressemitteilung vom 27. Februar 2022: 

Friedensnobelpreisträgerorganisation fordert sofortiges Handeln

Die Entscheidung des russischen Präsidenten Putin, die Atomstreitkräfte in höchste Alarmbereitschaft zu versetzen, bedeutet eine katastrophale Eskalation der Lage. Dies bringt die Menschheit in die Nähe eines Atomkrieges. Jetzt darf keinesfalls die Eskalation durch Waffenlieferungen und Sanktionen weiter verschärft werden. Wir fordern die Bundesregierung auf, eine Vermittlerrolle im Konflikt einzunehmen.

Weiterlesen unter: https://www.ippnw.de/startseite/artikel/de/atomkriegsgefahr-deeskalation-jetzt.html

Kampfhandlungen erhöhen die Umweltaktivität in Tschernobyl

Die folgende Karte wurde aus dem Projekt "SaveEcoBot" entsprechend der "Creative Commons Attribution License 4.0 International" kopiert, die relevanten Erhöhungen der Radioaktivität um Tschernobyl auf Grund der Kampfhandlungen der russischen Armee dokumentiert. Das Projekt SaveEcoBot ist nach eigenen Angaben "der erste Umwelt-Bot in der Ukraine, der Informationen über die Umwelt, industrielle Schadstoffe, ihre Genehmigungen und die Phasen des UVP-Verfahrens (Umweltverträglichkeitsprüfung) überwacht."

Link: https://www.saveecobot.com/en/radiation-maps#10/51.2348/30.1932/gamma/comp+cams+fire

Tschernobyl Radioaktivität

Lesen Sie dazu auch den Artikel des Handelsblattes: "Atomruine im Ukraine-Krieg Tschernobyl: Atombehörde in 'größter Sorge'“ vom 25/26.02.2022

Wie gefährlich ist Tschernobyl im Ukrainekrieg? Russische Truppen haben das Sperrgebiet um die Atomruine besetzt. Die Strahlung scheint im Griff, doch die IAEA ist in 'größter Sorge'“.

Link: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/atomruine-im-ukraine-krieg-tschernobyl-atombehoerde-in-groesster-sorge/28105424.html

Atomkraft rettet NICHT unser Klima! Demo 5.3.2022

Aufruf zur Kazaguruma-Demo 2022 

05.03.2022 um 12 Uhr am Brandenburger Tor zum 11. Jahrestag von Fukushima, organisiert durch:
NaturFreunde Berlin www.naturfreunde-berlin.de
Sayonara Nukes Berlin www.sayonara-nukes-berlin.org

Wir sind sehr besorgt. In letzter Zeit wird in nicht wenigen Ländern der EU behauptet, dass Atomkraft als Mittel gegen den Klimawandel dienen könnte, obwohl entschieden wurde, aus Atom und Kohle gewonnene Energie durch erneuerbare Energie zu ersetzen.

In mehr als 10 Staaten der EU haben die Regierungen angekündigt, die Atomenergie ihrer Länder auszubauen. Auch die neue japanische Regierung hat die Absicht bekanntgegeben, die Entwicklung und den Bau von kleinen Atomkraftwerken (SMR) voranzutreiben. Dies können wir nicht hinnehmen.

Den Widerstand gegen neue Atombomber jetzt verstärken!

Aus Newsletter von Greenpeace 18.02.2022:

In unserem vergangenen Newsletter haben wir berichtet, dass Verteidigungsministerin Lambrecht die Beschaffung eines Nachfolgeflugzeugs für den Tornado vorantreibt. Der Koalitionsvertrag sagt zu dem Thema, dass zu Beginn der Legislaturperiode über die Tornado-Nachfolge entschieden werden solle. Entsprechende Prüfaufträge wurden dazu zu Jahresbeginn bereits erteilt. Wie die „dpa“ in dieser Woche berichtete, informierte ein Staatssekretär des Verteidigungsministeriums in dieser Woche, noch bis Ende März solle eine Entscheidung getroffen werden. Auch wenn wir alle angesichts der hochgefährlichen Situation in der Ukraine aktuell gegen eine kriegerische Eskalation kämpfen müssen, ist auch in Sachen Atombomber
Wir sagen Nein zum Aufrüstungs-Super-GAU der Ampel!
Die neue Bundesregierung bekennt sich zum Ziel eines atomwaffenfreien Deutschlands – so steht es im Koalitionsvertrag. Doch mit der Anschaffung eines Nachfolgers für den Tornado, der bislang für die nukleare Teilhabe zuständig war, wird auch die Entscheidung für einen neuen Atombomber getroffen. Ein atomwaffenfreies Deutschland und neue Atombomber? Beides geht nicht! Deshalb müssen wir aktiv werden.
25.000 Menschen gegen neuen Atombomber: Jetzt unterzeichnen
Unsere Partnerorganisation „Greenpeace Deutschland“ hat deshalb eine Petition gestartet, die bereits jetzt von mehr als 25.000 Menschen unterzeichnet wurde. Fordere auch Du die Bundesregierung auf, den Kauf von vielen Milliarden Euro teuren neuen Atombombern zu stoppen:

https://act.greenpeace.de/keine-neuen-atombomber

Atomwende: Abschaltung von Kernkraftwerken eröffnet Perspektiven für die Endlagersuche

Aus dem DIW Wochenbericht 47 / 2021, S. 767-774

„Die Abschaltung der letzten sechs Kernkraftwerke beendet einen historischen Versuch mit einer gefährlichen und teuren Energiequelle in Deutschland. Eine Beeinträchtigung der Versorgungssicherheit ist nicht zu erwarten. Der Fokus muss jetzt auf die nächsten Schritte der Atomwende gerichtet werden, vor allem die sichere Endlagerung von radioaktiven Abfällen.“ Christian von Hirschhausen

- Die Abschaltung der verbleibenden sechs Kernkraftwerke in Deutschland ist energiewirtschaftlich unproblematisch
- Kurz- und Mittelfristig sind ausreichend Kapazitäten vorhanden und die Versorgungssicherheit bleibt gewährleistet
- Ein Anstieg der CO2-Emissionen ist zu erwarten, dem mit beschleunigtem Ausbau der Erneuerbaren begegnet werden muss
- Die Abschaltung ist eine notwendige Bedingung für ein erfolgreiches Standortauswahlverfahren für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle
- Europaweit sollten Subventionen für Kernkraft gestrichen und nicht neu eingeführt werden
... Die kommerzielle Kernkraft wurde in der Nachkriegszeit in der Hoffnung entwickelt, neben der militärischen Nutzung auch eine friedliche Nutzung zur Stromerzeugung zu ermöglichen.info Allerdings ist die Kernkraft niemals in den Bereich wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit vorgedrungen.
...

Lesen Sie weiter unter dem Link:
https://www.diw.de/de/diw_01.c.830219.de/publikationen/wochenberichte/2021_47_1/atomwende__abschaltung_von_kernkraftwerken_eroeffnet_perspektiven_fuer_die_endlagersuche.html

„Kein Atommüllklo in Sicht“ – Entsorgungskonzept für Atommüll aus Biblis ist gescheitert

Pressemitteilung des BUND vom 08.02.2022:

„Das Entsorgungskonzept für den Atommüll aus dem AKW Biblis ist gescheitert. Wenn aus guten Gründen niemand den Atommüll haben will, dann muss er auf dem Gelände des Atomkraftwerks in Biblis bleiben, und zwar möglichst sicher verpackt.“

Der Landesverband Hessen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) sieht das hessische Entsorgungskonzept für Atommüll aus Biblis als gescheitert an.

„Wir erwarten heftigen Widerstand der Betreiber von Müllentsorgungsanlagen gegen die beabsichtigte Verteilung von Atommüll auf Mülldeponien und Müllverbrennungsanlagen“, sagt Dr. Werner Neumann, Atomexperte im BUND-Landesvorstand, und verweist auf das gesetzliche Gebot des Strahlenschutzes zur Minimierung der radioaktiven Belastung. Sollte das Land Hessen dennoch einen Betreiber zur Müllannahme verpflichten, verlangt der BUND Hessen eine genaue Prüfung, ob die Annahmen des zugrunde liegenden 10 Mikrosievert-Konzepts erfüllt sind.

Vor einem Jahr stellte der Hessische Landtag mit Stimmen von CDU und Bündnis 90 / Die GRÜNEN, fest, dass die beim Abbau des AKW Biblis „entstehenden, freigemessenen und daher ungefährlichen Stoffe entsprechend den gesetzlichen Anforderungen auf hessischen Deponien ordnungsgemäß zu entsorgen“, sind, „weil es in Hessen entsprechende und geeignete Deponien gibt:“

Am 13. Januar 2022 teilte die Hessische Umweltministerin, Priska Hinz, auf Anfrage der SPD-Fraktion im Landtag mit, dass der zuständige Landkreis Bergstraße 200 Deponiebetreiber angefragt hätte, jedoch keiner bereit war, den „freigemessenen“ Atommüll anzunehmen.
...
Ob das Verfahren der Freigabe überhaupt rechtmäßig ist, ist Kernpunkt der seit August 2017 anhängigen Klage des BUND vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof, über die voraussichtlich in diesem Jahr entschieden werden wird.

Lesen Sie die gesamte Pressemitteilung unter:
https://www.bund-hessen.de/pm/news/entsorgungskonzept-fuer-atommuell-aus-biblis-gescheitert/

Ohne zivile Atomkraft keine militärische Atomkraft und ohne militärische Atomkraft keine zivile

Gelesen im Tagesspiegel vom 02.02.2022:

Wie wohlwollend Emmanuel Macron zur Atomkraft steht, hatte er lange vor dem Streit um die EU-Taxonomie kundgetan. Als Frankreichs Staatspräsident im Dezember 2020 in Le Creusot anlässlich eines Besuchs beim französischen Kerntechnikkonzern Framatome vor Abgeordnete, Militärs und Atomfunktionäre trat, kam es zu einem regelrechten Treueschwur. „Ohne zivile Atomkraft keine militärische Atomkraft und ohne militärische Atomkraft keine zivile“, sagte Macron.

Die energetische und die ökologische Zukunft hingen an ihr, die wirtschaftliche und die industrielle Zukunft und selbst die strategische Zukunft hingen an ihr, führte Macron auch. „Die Kernkraft muss eine Säule des französischen Energiemixes bleiben.“
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Derweil machte sich der Bernard Doroszczuk, Präsident der französischen Atomaufsicht, in der Zeitung „Le Monde“ zuletzt dafür stark, sogar längere Laufzeiten als 50 Jahre zu ermöglichen.
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 Link zum Artikel:  https://www.tagesspiegel.de/politik/umstrittene-taxonomie-verordnung-warum-frankreichs-atomkraft-das-nachhaltigkeitssiegel-braucht/28031622.html

EIL: Rettet Europas Energiewende – Stoppt das Greenwashing von Atomkraft und Gas!

02.02.2022 Michael Bloss Mitglied des Europaparlaments in der Fraktion der Grünen/EFA hat eine Petition gestartet:

Jetzt ist es raus – Kommissionschefin Ursula von der Leyen will tatsächlich Atomkraft und fossiles Erdgas mit einem Öko-Siegel versehen – das müssen wir jetzt im EU-Parlament stoppen! Sie setzt es durch, obwohl alle protestieren. Banken und Versicherungsgesellschaften, die eigenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und über unzählige europäische Bürgerinnen und Bürgern wollen kein Greenwashing in Europas Energiewende sehen. Doch der Kommission ist das egal. Am 2. Februar hat sie genau dazu einen Vorschlag gemacht. Jetzt gibt es nur noch eine Chance, dieses Greenwashing zu verhindern. Das EU-Parlament muss die Mogelpackung ablehnen. Packen wir es an, denn Europas Energiewende ist zu wichtig, um sie jetzt aufzugeben.

Wir fordern das EU-Parlament dazu auf, das Greenwashing von Gas- und Atomkraft abzulehnen.

Denn dieser politische Irrweg würde die Geldhähne für die Atom- und Gas-Lobby öffnen – auf Kosten der Erneuerbaren Energien. Damit können neue Atomkraftwerke und selbst alte Gaskraftwerke, auf einen Geldsegen hoffen. Europas Energiewende wäre damit massiv in Gefahr, denn das Geld fehlt bei den Erneuerbaren!

EU-Taxonomie retten: Kein Ökolabel für Gas und Atom!

31.01.2022 Eine Aktion von NaturFreunde Berlin, Anti Atom Berlin, .ausgestrahlt, IPPNW

Am 02. Februar werden Anti-Atom-Aktive vor den Büros der EU-Kommission in Berlin, Bonn und München ihren Widerstand gegen die Einstufung von Atomkraft und fossilen Gas als nachhaltig zum Ausdruck bringen. Atomkraft und fossiles Gas im Rahmen der EU-Taxonomie ein grünes Label zu geben, ist nicht zu verantworten. Mit der sogenannten Taxonomie will die Europäischen Union festlegen, welche Investitionen als „nachhaltig“ bezeichnet werden können.

Das Kapern der Taxonomie durch die Aufnahme von fossilem Gas und Atomkraft als nachhaltige Investments hätte langfristig fatale Folgen. Wie das Tauziehen um die EU-Taxonomie ausgeht, wird wesentlich davon abhängen, wie sich die Bundesregierung dazu positioniert. Die Gefahr der enormen Fehlinvestitionen in Klimascheinlösungen kann durch ein Ablehnen des Kommissionsvorschlags durch das EU-Parlament noch verhindert werden.

Die EU-Kommission versucht, eine kritische Öffentlichkeit und demokratische Prozesse auszuschließen. Die Bundesregierung spielt hier ein doppeltes Spiel, indem sie Atom in der Taxonomie ablehnt, aber die Vorschläge der Gaslobby direkt nach Brüssel positiv weiterreicht.

Gemeinsam fordern wir:

Keine Aufnahme von Atomkraft und fossiles Gas in die Taxonomie!
Für einen europaweiten Ausstieg aus der Atomenergie! EURATOM auflösen!
Bundesregierung muss die Klage von Österreich und Luxemburg gegen die Aufnahme von Atomkraft und fossilem Gas in die EU-Taxonomie unterstützen!

Wir treffen uns Mittwoch, 02.02.2022

13.00 Uhr: Pariser Platz (auf Höhe der Botschaft Frankreichs)

13.45 Uhr: Mittelinsel vor der Vertretung der EU-Kommission, Unter den Linden 78, 10117 Berlin

 Link: https://www.naturfreunde-berlin.de/eu-taxonomie-retten-kein-oekolabel-gas-atom

Eine Ohrfeige für die EU-Kommission

Tagesschau.de 24.01.2022: Link

Atom und Gas sollen nach den Vorstellungen der EU-Kommission künftig ein grünes Label tragen. Eine Idee, die das engste Beratergremium der Kommission überrascht hat ...
Die fundamentale Kritik kommt ausgerechnet von den Experten, die sich die EU-Kommission selbst als Berater ausgesucht hat. 57 weltweit führende Nachhaltigkeitsexperten der Finanzwirtschaft, Vertreter der Industrie und Umweltgruppen sollten gemeinsam Regeln finden für Geldanlagen, die sich grün und nachhaltig nennen dürfen. "Plattform für nachhaltige Finanzen" heißt diese Expertengruppe. Sie sollte die Kriterien für das entwickeln, was die EU "Taxonomie" getauft hat.
Doch zu Silvester überraschte die EU-Kommission ihre eigenen Experten mit einem Vorschlag, der auch Atom- und Gaskraftwerken ein grünes Label ermöglicht. Dies kritisiert das Beratergremium nun scharf. "Die meisten Beiratsmitglieder sehen ein ernsthaftes Risiko, dass eine nachhaltige Taxonomie untergraben wird", heißt es in der offiziellen Stellungnahme zum Kommissionsentwurf, die dem NDR vorliegt.
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